Chronik eines Südtiroler Familienunternehmens
1972 – Die Gründung
Die Wipptaler Bau AG wurde 1972 von Emil Egartner gegründet. Was als visionäres Unterfangen eines unternehmerisch denkenden Wipptaler Pioniers begann, entwickelte sich in fünf Jahrzehnten zu einem der führenden Tiefbauunternehmen Südtirols. Heute beschäftigt das Unternehmen – saisonabhängig – zwischen 115 und 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist mit Standorten in Gasteig und Vahrn südtirolweit tätig.
1972–1977: Aufbaujahre im Tiefbau
- 1972 – Gründung und strategische Ausrichtung: Mit der Gründung der Wipptaler Bau AG begann die systematische Expansion im Tiefbau. Das Unternehmen positionierte sich früh als verlässlicher Partner der öffentlichen Hand.
- 1972–1976 – Erschließungsprojekte: Die Umsetzung zahlreicher Hof- und Bergstraßenprojekte in Südtirol – unter anderem in Ratschings, Schlanders, Ritten und im Ahrntal – festigte die Rolle des Unternehmens als wichtiger Infrastrukturpartner in Südtirol.
- 1974 – Errichtung des Schotterwerks Gasteig: Mit dem Bau des Schotterwerks in Gasteig wurde die eigene Materialversorgung gesichert und die Wertschöpfungskette strategisch erweitert.
- 1976 – Inbetriebnahme der Asphaltmischanlage: Die Asphaltmischanlage in Gasteig ging in Betrieb. Trotz anfänglicher Widerstände setzte Emil Egartner auf modernste Filtertechnik und umweltbewusste Lösungen – ein früher Ausdruck unternehmerischer Verantwortung und Innovationsbereitschaft.
1977 – Wechsel in der Unternehmensführung
Nach dem Tod von Emil Egartner übernahm Juliana Nussbaumer Egartner die Leitung der Wipptaler Bau AG. In einer männerdominierten Branche führte sie das Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden erfolgreich weiter und stellte die Weichen für nachhaltige Stabilität und Wachstum.
1977–2000: Kontinuität und strategische Weiterentwicklung
- 1993 – Strategische Beteiligung in Bozen: Beteiligung an der Asphaltfirma Bitumisarco in Bozen – ein bedeutender Schritt zur überregionalen Expansion und zur Stärkung der Marktposition.
- 1994 – Einstieg in das Baustoffrecycling: Errichtung des Baustoffrecyclingwerks in Vahrn. Damit wurde frühzeitig auf Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft gesetzt.
- 1999 – Modernisierung der Infrastruktur: Neueröffnung und Einhausung des Schotterwerks in Gasteig – Investition in Effizienz, Umweltstandards und Zukunftssicherheit.
- Ab den 1990er-Jahren – Eintritt der nächsten Generation: Michael, Florian, Johannes und Christian Egartner traten schrittweise in das Unternehmen ein und übernahmen operative Verantwortung.
2000 bis heute: Technologische Erneuerung und nachhaltige Entwicklung
- 2000–2010 – Technologische Modernisierung: Mit dem Eintritt in das neue Jahrtausend wurde die umfassende Modernisierung sämtlicher Anlagen konsequent umgesetzt. Beton- und Asphaltmischanlagen wurden erneuert, erweitert und technisch auf den neuesten Stand gebracht – ein klares Bekenntnis zu Effizienz und Qualität.
- Ab 2000 – Zertifizierungen und Qualifizierungen: Das erste Zertifikat einer externen Prüfanstalt war im Jahr 2001 die ISO-Zertifizierung 9001. In den Folgejahren folgte eine beträchtliche Anzahl verschiedener Qualifizierungen und Zertifizierungen, welche HIER einsehbar sind. Der Beweis dafür, dass das Unternehmen seine Prozesse systematisch steuert, Qualitätsstandards nachweislich einhält und höchste Anforderungen an Sicherheit, Umweltverträglichkeit und betriebliches Risikomanagement erfüllt.
- 2019 – Übergang in die beratende Rolle: Juliane Egartner beendete ihre operative Tätigkeit, begleitete das Unternehmen jedoch weiterhin als Beraterin und prägende Persönlichkeit bis zu ihrem Ableben.
- 2022 – Strategische Fokussierung: Veräußerung der Betonmischanlagen in Gasteig und Vahrn. Dieser Schritt diente der gezielten Konzentration auf Kernkompetenzen im Tiefbau und Asphalt sowie der weiteren Schärfung des Unternehmensprofils.
- 2023 – Investition in Energieautonomie: Errichtung einer Photovoltaikanlage am Standort Gasteig mit einer Leistung von 999 kW. Damit wird der Energiebedarf während der Betriebszeiten weitgehend eigenständig gedeckt – ein bedeutender Meilenstein in Richtung Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz.
- 2025 – Investition in die Zukunft: Neue Werkstatt mit Bürogebäude in Gasteig: Der Standort Gasteig wurde durch eine neue, moderne Werkstatt mit angeschlossenem Bürogebäude erweitert – ein weiterer Schritt in Richtung Effizienz, Servicequalität und Zukunftsfähigkeit.
- 2026 – Weiterer Meilenstein für Nachhaltigkeit – Umbau des Asphaltwerks und Umstellung auf Gas: Das Asphaltwerk wird 2026 umfassend modernisiert und von der bisherigen Schweröl-Befeuerung auf effizienten Gasbetrieb (GNL) umgestellt. Diese Umrüstung senkt Emissionen deutlich, verbessert die Energieausbeute und ermöglicht einen saubereren, nachhaltigeren und zukunftsorientierten Produktionsprozess.
Unser Credo
Was 1972 mit Mut und unternehmerischem Weitblick begann, wird heute von der nächsten Generation verantwortungsvoll fortgeführt. Innovation, Stabilität und Verlässlichkeit prägen das Unternehmen – damals wie heute.
Die Zukunft bringt neue Herausforderungen. Wir packen sie an.








